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Blog / 25 Jul 2019
Kühl bleiben an heißen Sommertagen – 5 unerwartet effektive Tipps

Kühl bleiben an heißen Sommertagen – Abkühlung bitte, und zwar dringend! Der Sommer kann wunderschön sein, sofern ihr ihn auch genießen könnt. Falls ihr arbeiten müsst, keine Klimaanlage & keinen Pool besitzt, kann die Hitze auch schnell unerträglich werden. Was könnt ihr dagegen tun?

Dachgeschosswohnung, keine Klimaanlage, 35 Grad? Jihuuuu, Jackpot!

Jeder kennt die bereits offensichtlichen Tipps für heiße Sommertage: Tragt kurze, leichte Kleidung, haltet euch in klimatisierten Räumen auf, lüftet nachts/am frühen Morgen eure Räumlichkeiten und verdunkelt eure Wohnräume tagsüber, um die Erhitzung durch die Sonneneinstrahlung zu reduzieren, usw.

Nichts, was ihr nicht schon gehört habt.

Heute geht’s um eher unkonventionelle, aber einfache Methoden aus meinem eigenen Repertoire, welche tatsächlich wirken ;).

1. Pfefferminz- und grüner Tee – Die Kings an heißen Tagen!

kühlung_an_heißen_tagen_durch_grüntee

In den Blättern der Pfefferminze befindet sich das ätherische Öl Menthol. Dieses ätherische Öl ist der Grund, warum eure Finger bereits so frisch duften, wenn ihr an den Blättern reibt.

Menthol aktiviert die Kälterezeptoren der Haut und regt die Durchblutung an.

Ein qualitativer Pfefferminztee hilft durch seine entkrampfende Wirkung ebenfalls bei Magenbeschwerden und Reizdarmproblematiken. Außerdem wirkt er ebenso wie grüner Tee einem „Mundi“ (Mundgeruch) entgegen.

Wie lange sollte der Tee ziehen?

Wie stark ihr euren Tee genießen wollt, hängt ganz von euren Präferenzen und eurer Verträglichkeit ab. Bei grünem Tee solltet ihr allerdings schon genauer aufpassen, denn je nach Sorte wird die Konzentration an Bitterstoffen schnell zu hoch.

Die daraus resultierenden Effekte können von Übelkeit und Magenkrämpfen bis hin zu Schwindel usw. führen. Also übertreibt es nicht gleich 😉

Weitere potenzielle Nebenwirkungen: Grüner Tee kann die Hemmung der Eisenresorption durch den Wirkstoff Tannin begünstigen und zu Wechselwirkungen mit Medikamenten führen.

Vergesst ebenfalls nicht, dass auch grüner Tee (je nach Sorte) eine beträchtliche Menge Koffein enthält, welches zwar langsamer wirkt als das Koffein aus Kaffee, aber dafür länger anhält. Grüntee am Abend ist daher, zumindest bzgl. eines guten Schlafes mit Vorsicht zu genießen.

Gibt es eine bestimmte Teesorte, die ich bevorzuge?

Beim Pfefferminztee ist mir die Sorte nicht so wichtig, obwohl ich marokkanische Minze als sehr aromatisch empfinde und daher gerne trinke. Wenn möglich, kaufe ich meinen Tee immer in Bio-Qualität, denn:

Was bringt euch eine schöne Abkühlung, wenn ihr gleichzeitig raue Mengen an Pestiziden tankt, nur, weil ihr 50 Cent sparen wolltet und deshalb auf ein billigeres Produkt zurückgegriffen habt?

Beim grünen Tee ist die Wahl der Sorte allerdings von großer Bedeutung. Darüber hinaus würde ich auch auf die Herkunft achten, denn ich lasse generell die Finger von chinesischen grünen Tees. Eine Abkühlung an heißen Sommertagen ist wunderbar, ebenso wie die gesundheitlichen Effekte des grünen Tee’s (welche gigantisch sind), aber dann bitte auch ohne Chemie.

Damit will ich nicht behaupten das alle chinesischen Tee’s Chemikalien aufweisen. Ich habe lediglich eine bessere Erfahrung mit japanischen Tee’s gemacht.

Aktuell trinke ich fast täglich japanischen Grüntee. Meine Favoriten sind Sencha und Gyokuro. Die Sorte Gyokuro gilt als besonders gesund, allerdings ist auch der Preis besonders (teuer).

Wer das Ultimative haben will, muss auch bereit sein dafür das Ultimative zu zahlen 😉

Generell solltet ihr, sofern das euer Geldbeutel zulässt, immer auf Bio-Varianten zurückgreifen die aus Japan kommen.

Noch ein kleiner Tipp zum Preis-/Leistungsverhältnis für euren kühlenden Grüntee: Seht beim Kauf von Grüntee genauer hin. Ich habe schon häufiger folgende Beschreibung gelesen:

Japanischer Bio-Grüntee. Wow, und top Preis dazu. Dann habe ich genauer hingesehen und entdeckt warum der Preis so viel geringer war.

Sorte: „Japanischer Grüntee“ – Herkunftsland und Anbau: China. Aha. Lasst euch also nicht an der Nase herumführen.

Generelle Empfehlung: Lernt das Etiketten lesen und richtige Interpretieren oder sucht euch jemanden der euch individuell beraten kann und eure gesundheitliche Performance und euren Lifestyle auf ein Top-Level bringt [hier klicken und unverbindlichen Beratungstermin vereinbaren].

2. Viel kühles trinken, ABER:

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Wenn es heiß ist, dann nehmt viel Flüssigkeit zu euch. Das suggeriert einem schon ein gesunder Menschenverstand und ist natürlich nichts neues. Bei steigender körperlicher Hitze versucht der Körper durch den Prozess des Schwitzens den Wärmehaushalt zu regulieren.

Durch die Feuchtigkeit auf der Haut und dank der Hilfe eines anständigen Luftzugs entsteht ein Kälteeffekt, welcher den Körper herunterkühlt.

Die Bedeutung von Wasser kennen wir alle: Unsere Zellen benötigen Flüssigkeit für diverse Prozesse.

Neben der Regulierung der Körperwärme wird auch beim Nährstofftransport Flüssigkeit benötigt. Natürlich müsst ihr verbrauchte Flüssigkeit regelmäßig nachfüllen. Tut ihr das nicht, drohen nachlassende Leistung bis hin zu Herz-Kreislaufproblemen.

Um einer Dehydrierung entgegenzuwirken, reicht es jedoch nicht, nur „einfaches“ Wasser zu trinken, da ihr sonst vermehrt wichtige Minerale aus dem Körper spült.

Bei Ausdauersportlern (z.B. Marathonläufern) gab es ja bereits Vorfälle, wo während einer langen Ausdauerbelastung massenhaft Leitungswasser getrunken wurde und danach der Kollaps erfolgte.

Keine Panik: So schnell geht es in der Regel nicht, wenn ihr nicht gerade unüberlegte (hohe) Belastungen bei extremen Temperaturen ausübt.

Wie ihr zusätzliche Elektrolyte zuzuführen könnt:

Hier eignen sich spezielle Mineralsalze (z.B. Himalayasalz, Vulkansalz), Elektrolytmischungen (bitte ohne extra Zucker), Kokoswasser oder spezielle Mineralwasser, die mit Elektrolyten versetzt wurden.

Kleiner Tipp am Rande: Auch, wenn der Versuch immer wieder verlockend ist, bei hohen Temperaturen etwas kaltes zu trinken, da es „ja so schön zischt“…

…Kalte Getränke veranlassen den Körper dazu, noch mehr Wärme zu produzieren. Daher verpufft der gewünschte kühlende Effekt durch den Konsum kalter oder eiskalter Getränke. Trinkt am besten lauwarmes oder einfach ungekühltes Wasser.

Falls ihr doch „einen Trinken möchtet“, weil eine Sommerparty, Festivall, Hochzeit oder ähnliches ansteht, dann:

#goeasyonthebottle

Alkohol belastet euren Körper, entzieht euch Flüssigkeit und Mineralien. Bei starker Hitze sollet ihr daher locker bleiben und im Optimalfall, wenn ihr unbedingt etwas alkoholisches konsumieren wollt, nach jedem Drink ein großes Glas Wasser (am besten mit Elektrolyten) trinken ;).

Für den Fall, dass ihr doch ein bisschen mehr getrunken haben solltet, wird euer Kater am nächsten Tag milder ausfallen (am besten ist natürlich der Verzicht auf Alkohol).

3. Zusätzliche Hitzeproduktion (vermeiden): Der thermische Effekt eurer Ernährung (TEF)

Spezielle_nahrungsmittel_können_heizen_oder_kühlen_thermischer_effekt

Spezielle Ernährung an heißen Tagen? Ach, Hauptsache essen macht Spaß. Denn was Spaß macht, ist gesund.

Ähm, leider falsch, und zwar komplett falsch. Abgesehen davon, dass falsche/ungesunde Ernährung über einen längeren Zeitraum zu Leistungsverlusten, Übergewicht und Krankheiten führt, kann euch der „Thermic Effect of Food“ an heißen Tagen zusätzlich das Leben schwer machen oder erleichtern.

Unsere Nahrung besteht grob gesagt aus Makro- und Mikronährstoffen. Die 3 Makronährstoffe sind:

Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate (Meiner Erfahrung nach die richtige Reihenfolge bzgl. des Nutzens der Makronährstoffe). Jeder dieser Makronährstoffkomponenten wird unterschiedlich im Körper metabolisiert (umgewandelt).

Für diese Umwandlungsprozesse muss euer Körper wiederrum Energie aufwenden. Je höher der Aufwand für die Umwandlung ist, umso höher ist auch der thermische (wärmeerzeugende) Effekt.

Verwendete Kalorien für die „Umwandlungsprozesse“ nach Makronährstoff:

Fett: 0 –3%

Kohlenhydrate: 5 –10%

Protein: 20 –30%

Mit anderen Worten: Ernährt ihr euch proteinreich (wogegen ansonsten nichts einzuwenden ist, solange ihr es nicht maßlos übertreibt), erzeugt euer Körper deutlich mehr Wärme. Auch bei Kohlenhydraten ist der thermische Effekt größer als bei Fetten.

Ich habe schon häufiger die Erfahrung gemacht (sogar an Tagen mit gemäßigteren Temperaturen), dass ich nach dem Verzehr einer kohlenhydrat-/proteinreichen Mahlzeit extrem zu schwitzen angefangen habe.

Fazit zum TEF: Greift an heißen Tagen eher zu fettreichen Speisen, als euch mit Kohlenhydraten und Proteinen zu überfuttern, die euren Stoffwechsel zusätzlich beschleunigen und somit für eine Extra-Wärmeproduktion sorgen.

4. Abkühlen durch Fastenmethoden

Abkühlen_und_entlasten_durch_fasten_an_heißen_tagen

Anschließend an den vorherigen Punkt, wo ihr gesehen habt, warum durch die Aufnahme von Nahrung eure Körpertemperatur ansteigt, im Folgenden ein paar kurze Erfahrungen zum Thema Intervallfasten.

Abgesehen von den hunderten Vorteilen die IF zu bieten hat (hierzu eventuell später mal ein Blog/Video mit meiner Erfahrung), ist es naheliegend, dass:

  1. Euer Stoffwechsel bei kalorienreduzierter Ernährungsweise entschleunigt wird.
  2. Ihr bei Verzicht auf Nahrung (Intervallfasten, Fasten, etc.) euren Stoffwechsel noch mehr drosseln könnt.

Das bedeutet wiederrum, dass euer Körper weniger leisten muss, wenn er keine Nahrung verwerten muss -> weniger Aufwand = weniger Hitzeeffekt (TEF) -> kühlerer Körper -> erträglicheres Feeling bei heißen Temperaturen.

Wie immer bei meinen Blogbeiträgen der Hinweis: Diese Tipps stellen keine direkte Handlungsempfehlung dar, sondern spiegeln lediglich meine eigenen Erfahrungen wieder. Verantwortung und Haftung ausgeschlossen.

Wie bereits erwähnt, kann IF mit hunderten Vorteilen punkten. Die Betonung liegt jedoch auf dem „kann“, denn jeder Mensch ist individuell. Wenn ich ohne Probleme täglich 20 Stunden auf Nahrung verzichten kann, heißt das nicht das meine Nachbarin das auch kann.

Handelt daher immer bewusst und informiert euch vorher ausführlich (oder spart euch Aufwand, Zeit und Frustrationen in dem ihr euch hier professionell unterstützen lasst).

5. Eure Räumlichkeiten herunterkühlen: So bitte NICHT!

keine_nassen_handtücher_aufhängen_zum_kühlen_der_wohnung

Ein guter Freund gab mir damals diesen Tipp: Hänge nasse Handtücher in deinem Wohnbereich auf und stelle einen Ventilator davor.

Durch das verdunstende Wasser soll ja Verdunstungskälte entstehen (ähnlich wie bei einer Klimaanlage).

Diesen „wunderbaren“ Tipp, habe ich nun schon öfter gehört und gelesen. Meiner Erfahrung nach ist dieser Tipp absoluter Bullshit!

Es sei denn, ihr möchtet euch das schwül warme Miami Klima direkt ins Wohnzimmer holen

Ich habe diesen Tipp einmal (und nie wieder) befolgt. Nachdem ich meine Wohnung von einer bereits heißen Wohnung in eine echte „tropische Zone“ verwandelt hatte, kann ich jedem nur von diesem Tipp abraten. Aber vielleicht macht ihr ja eine andere Erfahrung damit (gerne mal in die Kommentare schreiben).

Auch das Auflassen von Kühlschränken, was natürlich absolut unökonomisch und unökologisch ist, macht ebenfalls von der Kühlleistung keinen Sinn, da die Wärmeproduktion zur Aufrechterhaltung der Kühlleistung größer ist, als die aus dem Kühlschrank austretende Kälte. Lasst diesen Quatsch sein ;).

Achtet ganz einfach auf die Standardtipps zum kühlen eurer Räumlichkeiten, schaltet zudem hitzeproduzierende elektronische Geräte ab und seht ob euch die oben geschilderten Ratschläge ebenfalls helfen können.

Grüße an alle Sonnenanbeter. Bleibt kühl und genießt den Sommer wann immer ihr könnt, denn der deutsche Winter kommt früh genug. #durchstarten

kühlt_euch_ab_genießt_den_Sommer_der_Winter_kommt_früh_genug_marcel_kucharski

2 Comments

  1. Louise

    26 Jul 2019 - 6:35 am

    Echt gute Tipps, die sich auch leicht umsetzen lassen!
    Toller Blogeintrag, weiter so! 😁

    • Marcel Kucharski

      28 Jul 2019 - 9:08 am

      Hey Louise. Freut mich sehr das dir der Blogbeitrag gefällt. Ich wünsche dir angenehme Sommertage 🙂

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